Hegering 1 Krähenjagdseminar

Professionelle Bejagung von Rabenvögeln zum Schutz des hiesigen Niederwilds.

Erstellt am 30.06.2021

Nicht gefressen werden kommt vor schöner Wohnen

Unter gelockerten Corona Beschränkungen konnte der Hegering1 der Jägervereinigung Heilbronn nach längerer Abstinenz erneut ein interessantes und qualitativ hochwertiges Seminar anbieten. Dieses Mal ging es um die professionelle Bejagung von Rabenvögeln zum Schutz des hiesigen Niederwilds.

Schlafplätze, Flugrouten, Fraß Plätze, Windverhältnisse, Tipps und Tricks zum Aufbau des Krähenjagdstandes, dies sind nur einige wenige, aber wichtige Elemente einer effektiven Krähenbejagung. Rabenvögel lernen schnell und können einmal gemachte Erfahrungen weitergeben, der Jäger ist demnach zu höchster Professionalität aufgerufen, um effektiv und nachhaltig Strecke machen zu können, ohne sich dabei auf lange Sicht die Krähenbestände aufzuschlauen und künftige Bejagung zu erschweren.

Die eigentliche Motivation der Teilnehmer jedoch ist der Schutz der Bodenbrüter wie zum Beispiel der Feldlerche, dem Fasan oder das in seinem Bestand bedrohte Rebhuhn. Auch Feldhasen benötigen neben der Verbesserung der vorhandenen Biotope zusätzlich die Unterstützung durch eine Reduktion von Prädatoren auf ein verträgliches Maß, damit sich der Besatz des Niederwilds stabilisieren kann.

Die Örtlichkeit der Fa. Willenbach The Hunters Place in Oedheim bot die bestmögliche Infrastruktur zur Durchführung dieses Seminars in einem angenehmen Ambiente. Die Teilnehmer waren eingeladen, das Marksman Schießkino zu testen, in dem Schießfehler erkannt, analysiert und direkt abgestellt werden können, ohne dabei einen scharfen Schuss abgegeben zu haben.

Dass ein Krähenjagdstand, neudeutsch „blind“, erst dann wirklich gut ist, wenn dieser für das menschliche Auge nahezu unsichtbar ist, wurde den Teilnehmern dann im Detail in der Praxis vermittelt. Sämtliche zur Rabenvogel Bejagung notwendigen und gleichfalls sinnvollen Utensilien wurden besprochen und erörtert. Flinten, Chokes, Munition, Locker, Lockkrähen, Wächterkrähen, Tarnmaterialien vom Tarnstand (blind) bis hin zum Tarnanzug der Firma Concamo – alles kam zur Sprache und wurde ausgiebig erklärt und besprochen. Hier zeigte sich nun den Teilnehmern, wo sich die Spreu vom Weizen trennt, wo die echten Profis der Krähenjagd die Messlatte gelegt haben und wo noch Platz für Verbesserung bei der eigenen Ausrüstung und der Bejagung an sich herrscht. Viele der Teilnehmer mussten sich eingestehen in der Vergangenheit zu wenig professionell an die Thematik Krähenjagd herangegangen zu sein.

„Meinst Du das reicht so? gibt es bei der Krähenjagd nicht!“ so Ulli Zinnecker. Bei der Bejagung von Rabenvögeln gibt es keinen Platz für halbfertige Lösungen. Dementsprechend konnten die Teilnehmer sehen, wie ein freundliches Lockbild nebst zugehörigen Wächterkrähen aufgebaut und sorgfältig in der Fläche ausgebracht wird, sodass dieses wiederum für anstreichende einen attraktiven Fraß Platz darstellt.

Tipps von echten Praktikern gab es obendrein und was eine Herrensocke der Größe 46 mit der Krähenjagd zu tun hat, wissen die Teilnehmer nun aus dem Eff-Eff. Für alle anderen empfehlen wir die 10 Gebote der Krähenjagd unter www.kraehenjagd.eu als Nachschlagewerk.

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